Die Zeit des Fallens

am

Ewig könnte ich an diesem kleinen Waldsee stehen und auf die spiegelglatte Oberfläche schauen, die von unzähligen bunten Blättern bedeckt ist.

Ich liebe den Wald, das Rascheln der Blätter im Wind, den Duft nach Erde und Pilzen. Hier fühle ich mich geborgen und komme mit den Gedanken zur Ruhe. Sehe die Schönheit im Fallen und Vergehen. Es ist so natürlich, es ist so bedeutsam, damit irgendwann etwas neues entstehen kann.

Der Herbst ist die Zeit des Vergehens. Und mit den Blättern an den Bäumen vergeht auch langsam das alte Jahr und in der Dunkelheit der langen Nächte zeigt sich, was losgelassen werden will…

Herbstgedicht

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
Als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
Sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
Aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
Unendlich sanft in seinen Händen hält.

Rainer Maria Rilke

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. kormoranflug sagt:

    Vielleicht kommt auch mal ein Eisvogel vorbei….

    Gefällt mir

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